suspended memorys

 Die künstlerische Methode

Ausgangspunkt seiner Gemälde sind Fotos oder Videostills – selbst fotografiert oder auch entdeckt und gesammelt.

Zeitversetzt wird der Arbeitsprozess fortgesetzt: Nach dem Projizieren des Fotos auf eine Leinwand folgt in
Airbrushtechnik das fotorealistische Abbild, um im nächsten Arbeitsschritt übermalt, erweitert, zerstört – eben
malerisch untersucht zu werden bis hin zum endgültigen Gemälde.

Die Fotos dienen André Schmucki als Skizzen. Es ist die Beiläufigkeit wie beispielsweise Bewegungen von
wartenden Menschen, die sein Interesse weckt. Zum Schaffensprozess gehört auch, dass zu Beginn noch
nichts fest steht. Es ist mehr Impuls als planvolles Vorgehen – je nach Stimmung des Künstlers. André
Schmucki setzt auf seine Intuition.

Seine poetischen Arbeiten sind das Ineinandergreifen von Fotografie und Malerei – eine Auflösung der Grenzen
zwischen Realität und Fiktion, Kunst und Wirklichkeit.

Ein malerisches Hinterfragen der fotografischen oder filmischen Realität zeichnen die Bilder besonders aus. Es
geht ihm um die Stimmung, den Moment und den Zufall.

André Schmuckis Figuren treten wie Visionen unter der Übermalung hervor. Unter dem Schleier der Malerei
wirken sie geheimnisvoll und entrückt.

 

Die Idee hinter dem Kunstwerk

André Schmucki möchte seine Mitmenschen in Situationen, Haltungen, Momenten und Bewegungen verstehen.

Durch die zunehmende Digitalisierung wird der persönliche Kontakt, die direkte Auseinandersetzung von
Mensch zu Mensch seltener. Gerade deshalb setzt der Künstler in seinen Arbeiten auf die Sehnsucht nach dem
Romantischen, dem Stimmungshaften. Es geht um das sinnliche Wahrnehmen von Situationen.

Die fotografische Realität geheimnisvoll verschleiert, entführt den Betrachter stimmungsvoll in einen
malerischen Kosmos.

Sigrid Mahn-Hutta

Vom 19.05.2017 – 16.06.2017 zeigt [Kunst] PROJEKTE Arbeiten von Aleksander Zaar.

Die Vernissage ist am 19.05.2017 | 19 Uhr.