In humane ist eine Ausstellung, welche die verborgenen Wahrheiten, die unter unserer Haut begraben liegen, nach außen kehrt, dabei die menschliche Natur offenbart und sie durch eine Vielzahl von Perspektiven repräsentiert.

In Prietos Arbeiten ist die Tierfigur mehr als ein Kostüm, das die menschliche Form von innen heraus maskiert. Vielleicht ist es eine Verkleidung, die eine Außenhülle formt, welche mit Dingen konfrontiert wird, auch um Mut zu gewinnen. In Dohertys Arbeiten verschmelzen Tier und Mensch und formen eine neue hybride Spezies. Bei der Darstellung von Tieren und Vögeln in dieser humanistischen Art und Weise, werden neue Perspektiven geschaffen, wie wir unsere eigenen Rollen und die in der Gesellschaft ansässigen sehen. So kann auch ein besonderes Verständnis von menschlichen Attributen und Verhalten geschaffen werden. Beide Künstler untersuchen ähnliche Themen. Sie benutzen dabei das Tier als ein Subjekt, um die menschliche Verfassung zu begutachten und um die Unzahl von Charakteristiken zu repräsentieren.

Seit Menschengedenken sind Tiere Darstellungsgegenstand in Kunstwerken, sowohl als hybride Form als auch in trauter Eintracht mit den Menschen. Sie vertreten ihre Gestalt in der Gesellschaft. Bezogen auf den menschlichen Charakter wurden Tiere oft zur Demonstration von physischer Stärke, Mut und Heldentum benutzt. Hier scheint es, als ob mehr Fokussierung auf den komplexen Attributen des Tieres, die in der menschlichen Psyche gefunden werden können, liegt.

Die Faszination ist die schwache, eher verletzlichere Seite, die neugierige und wissbegierige, genauso wie die dunkleren aufgewühlten Unterströmungen, die zwischen den beiden Gattungen fließen. Kreaturen werden geschaffen, um zu untersuchen, was in uns selbst schlummert. Ob als eine Maske fungierend oder ein Kostüm, um sich dahinter zu verstecken oder als eine völlig neue Kreatur, enthüllen die Arbeiten unsere Haut durch die Verhüllung einer anderen.

(Übersetzung aus dem Englischen: Marlen Fischer)

Im Gegenzug zu den zarten, surrealen Tiergemälden, der Künstlerin Jill Tegan Doherty, die sich auf subtile und ästhetische Weise auszudrücken vermögen, weisen die Skulpturen Iván Prietos Dominanz und Virtuosität auf, mit Witz und Tiefsinn auf das menschliche Sein gerichtet. Nicht das Tier verbirgt sich hier im Mensch, sondern auf verspielte Weise und als Metapher gesehen, der Mensch hinter dem Tier.

Die nächste Ausstellung bei [Kunst] PROJEKTE findet vom 03.06. bis 01.07.2016 statt. Präsentiert werden Fotoarbeiten von Thomas Kutschker – Filmemacher, Fotograf und Kameramann. Der in Mannheim geborene Künstler lebt und arbeitet in Köln und Berlin.

In humane is an exhibition, which exposes the hidden truths that can lie buried under our skins, revealing and representing human nature through an array of perspectives.

In Prieto’s work, the animal is used more as a costume, masking the human form from within. Perhaps a disguise to create an outer body with which to confront things through and to generate courage. In Doherty’s work, the animal and human are merged, creating a new species of hybrid. Portraying animals and birds in this humanistic manner can create different perspectives on how we view our own personas and those within society. It can also allow for a more unique interpretation of human attributes and behavior. Both artists are exploring similar themes, using the animal as a subject to examine and represent the human condition and its myriad of characteristics.

Animals have been used and depicted in artworks throughout the existence of mankind, both in the hybrid form and also coinciding with humans, representing ones stature within society. However, they have always been used to project the characteristics of physical strength, braveness and heroism within the human character.

Here it seems that there is more focus on the complex attributes of the animal found within the human psyche. Intrigued by the weaker more vulnerable side, the curious and inquisitive as well as the darker more troubled undercurrents, which flow between both species. Using creatures to explore what lies within ourselves. Whether acting as a mask, a costume to hide behind or a new creature entirely, the work is revealing the skin of ourselves through the disguise of another.