Kunstworte

kunstworte01
kunstworte02
kunstworte03

„Kunst ist immer persönlich.
Ist sie es nicht,
ist es keine Kunst“

Liv Ullmann

„Das Geheimnis der Kunst
liegt darin,
dass man nicht sucht,
sondern findet.“

Pablo Picasso

„Kunst wird erst dann interessant,
wenn wir vor irgend etwas stehen,
das wir nicht gleich
restlos erklären können.“

Christoph Schlingensief

„Ein Bild lebt auf in Gesellschaft
eines sensiblen Betrachters,
in dessen Bewusstsein es sich
entfaltet und wächst.
Die Reaktion des Betrachters
kann aber auch tödlich sein.
Es ist daher ein riskantes und
erbarmungsloses Unterfangen,
ein Bild in die Welt hinaus zu schicken.“

Mark Rothko

Das Wort Kunst

Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist.

Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.

Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber seit der Moderne auch der Prozess selbst sein. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt. Künstler und Kunst genießen in Deutschland und vielen anderen Ländern Kunstfreiheit; diese ist in Deutschland ein durch Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz geschütztes Grundrecht.

Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Kunst, die sich als Gegensatz zu Natur auf alle Produkte menschlicher Tätigkeit beziehen konnte, hat sich zwar erhalten (wie z. B. in Kunststoff). Jedoch versteht man seit der Aufklärung unter Kunst vor allem die Ausdrucksformen der Schönen Künste.

Kunst im heutigen, am häufigsten gebrauchten Sinn wurde begrifflich vor allem von Winckelmann, Lessing, Herder, Goethe und Schiller geprägt. In ihren ästhetischen Schriften beschreiben sie die menschlichen Hervorbringungen zum Zwecke der Erbauung als Kunst, sei es im Theater, in der Literatur, in der Musik oder die Werke „bildender Künstler“, auf die sich der Begriff schließlich zunehmend verengt.

Ausdrucksformen und Techniken der Kunst haben sich seit Beginn der Moderne stark erweitert, so mit der Fotografie in der Bildenden Kunst oder mit der Etablierung des Comics bzw. Manga als Verbindung Bildender Kunst mit der Narrativität der Literatur.

Bei den Darstellenden Künsten, Musik und Literatur lassen sich heute auch Ausdrucksformen der Neuen Medien wie Hörfunk, Fernsehen und Internet hinzuzählen.

Die klassische Einteilung verliert spätestens seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Kunstgattungen wie die Installation oder der Bereich der Medienkunst kennen die klassische Grundeinteilung nicht mehr.