Künstler

Uta Schotten

„ Lilien”, 2016,
Öl und Enkaustik auf Leinwand, 40 x 60 cm

o.T. (kleine Maria),
3/12 Bronze patiniert 18 x 14 x 4 cm

„luups Akt liegend”, 2001,
Aquarell auf Papier, 42 x 56 cm

„Pusteblume”, 2016,
Öl und Enkaustik auf Leinwand, 40 x 60 cm

„Landschaft”, 2015,
Öl und Enkaustik auf Leinwand, 40 x 60 cm

„Akt Art Deco”, 2001,
Aquarell auf Papier, 56 x 42 cm

o.T., 2015,
Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm

o.T., 2013,
Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm

o.T., 2015,
Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm

o.T., 2015,
Öl auf Leinwand, 70 x 80 cm

o.T., 2013,
Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm

„Hier und Jetzt – Paradies”, 2015,
Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm

Arbeitsansatz

Der thematische Fokus vieler Arbeiten Uta Schottens erscheint zunächst zeitlich zurückgewandt. Sie erhebt Vergangenes zu Bedeutungsträgern – gesehen aus heutiger Sicht.

Darüber hinaus gehend manifestiert sich viel wesentlicher Zeitlosigkeit als zentrales Anliegen.

Es wird offenbar, was hinter der oberflächlichen Betrachtung liegt. Es ist kein Blick nach hinten sondern nach innen. Seit Angedenken ist es das Vorrecht der Künstler, Zusammenhänge neu zu definieren und zu interpretieren.

Uta Schotten will kein Abbild realer Existenz erschaffen, sondern die Motive davon lösen, auf grundlegendes zurückführen, verallgemeinern, eine Art Urbilder entstehen lassen – in einer Gratwanderung entlang der schmalen und durchlässigen Grenze zwischen Realität und Traum, Tag- und Nachtwelt. Bisweilen wirken ihre Bilder wie Erscheinungen.

Sie transferiert die Dinge aus ihrem zeitlichen Kontext in eine geistige Umgebung. So erhebt sie Architektur über den Nutzaspekt hinaus, zeigt sie als geistige und seelische Behausung, macht den mythischen Raum für unser Selbst sicht- und (er)spürbar.

In ihren Bildern, so sagt sie, „möchte ich spüren, wer da gelebt hat und wie viele.“ Und: „Beim Malen geht es um das sich Einlassen auf eine geistige Welt.“

Uta Schottens Hauptanliegen liegt darin, uns vielmehr seelisch als visuell zu erreichen. In der Malweise der Künstlerin finden sich keine realen, akkuraten Linien, keine klaren Kanten. Es gibt mehrere Übermalungen, Verschwommenheit dominiert.

Uta Schotten sorgt durch das Anlegen von mittel bis stark aufsaugenden Kreideuntergründen dafür, dass den Farben das Öl entzogen wird, so dass ein trockener, mattierter Effekt entsteht. Der in der Ölmalerei oftmals erwünschte Glanz bleibt so aus.

Die zusätzliche Beigabe von Wachs zu den Farben erschafft eine feine und zarte Fragilität der Maloberfläche, wirkt der Robustheit von Ölfarbe entgegen, so dass sich stattdessen ein warme Stumpfheit ergibt. Es entsteht eine Art von weicher Trockenheit der Bilder, die oft eher an Fresken erinnert.

Die Farbwelt besticht durch ein dominierendes Grau. Es ist die Grundfarbe, aus der sämtliche Farben entstehen