well, come to europe

Die Wanderausstellung zeigt Fotoarbeiten des Mannheimer Fotografen Johannes Höller. Die Aufnahmen dokumentieren die Situation der ankommenden Flüchtlinge auf der Insel Kos. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Caritas Verband Mannheim und wurde von mir kuratorisch unterstützt.

Bilder von Gestrandeten

Neue Wanderausstellung „well, come to europe“
ist ab 13. Mai in St. Nikolaus zu sehen.

Halb versunkene Boote, auf der Straße lagernde Menschen, Zelte am Hafen – die Situation der Flüchtlinge auf der griechischen Insel Kos im Oktober 2015 dokumentiert die Wanderausstellung „well, come to europe“ des Mannheimer Fotografen Johannes Höller. Ein zweiter Schwerpunkt sind Porträts von Flüchtlingen und Mitarbeitern der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Mannheim. die Ausstellung ist vom 13. Mai bis 13. Juni in der Kirche St. Nikolaus in der Neckarstadt-West zu sehen (Öffnungszeiten: Pfingstmontag 9 bis 12 Uhr, Mittwochs 9.30 bis 10.30 Uhr und 16 bis 18 Uhr, Freitags 16 bis 18 Uhr, Samstags 10 bis 12 Uhr, Sonntags 10 bis 13 Uhr).

Zur Entstehung der Fotos: Johannes Höller war mit dem Projekt Baraq eine Woche lang auf Kos. Das Projekt veranstaltet einen Designwettbewerb, bei dem es darum geht, kreative Talente zu fördern, die sonst keine Plattform haben. Auch Flüchtlinge bekamen Stift und Papier. Da die türkische Küste nur einige Kilometer entfernt ist, war Kos zu dem Zeitpunkt für viele Flüchtlinge aus den Ländern östlich der Türkei die erste Station in Europa. Bei den Porträts in der LEA ging es Johannes Höller darum, den Flüchtlingen ein Gesicht zu geben. Der Betrachter soll ihnen in die Augen gucken können. Sowohl auf Kos als auch in der LEA erzählten viele dem Fotografen ihre Geschichten. „Sobald sie merkten, dass es mich interessiert, haben sie sich geöffnet“, berichtet Höller. „Jeder will gesehen werden.“

Die meisten der Bilder wurden unter dem Titel „Begegnung mit Schiffbrüchigen“ bereits im Dezember 2015 im Bürgerhaus Neckarstadt-West gezeigt, allerdings nur wenige Tage. Für die Caritas hat Johannes Höller, unterstützt von der Galeristin Monica Ruppert, daraus die Wanderausstellung gemacht. Während der interkulturellen Woche vom 22. September bis 16. Oktober gastiert diese im haus der caritas, zur Adventszeit in der Jesuitenkirche. Weitere Stationen sind geplant. (juk)