Künstler

Andreas Lech

„la nuit bronchiale“,
Tusche und Öl auf Leinwand, 105 x 80 cm

o.T.,
Aquarell auf Papier, 42 x 30 cm

o.T.,
Aquarell auf Papier, 42 x 30 cm

o.T.,
Aquarell auf Papier, 42 x 30 cm

o.T.,
Aquarell auf Papier, 42 x 30 cm

„do you love the sea, do you?“,
Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm

„enjoy your meal“,
Öl auf Leinwand, 90 x 75 cm

„mourning skin“,
Öl auf Leinwand, 145 x 115 cm

Arbeitsweise

Die großformatigen Arbeiten sind mit Ölfarbe auf Nessel gemalt. Kleine Formate sind wasserbasiert und bestehen aus Tusche, Pastell und Acrylfarbe.

Die Untersuchung von Material und Darstellungsmöglichkeiten ist das Fundament meiner aktuellen Arbeit. Figuration und Räumlichkeit werden dabei miteinander verwoben, es entstehen assoziative Motivwelten zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.

Erzählung und Ausdruck manifestieren sich oft an einzelnen Stellen, Farbverläufe und organische Formen dominieren den Bildaufbau. Die reduzierte Abbildung einzelner Sinnesorgane verfremdet das immer wieder auftretende, klassische Landschaftssujet und relativiert entstandene Räume. Grenzen zwischen Körper und Umgebung verschwimmen.

Charakteristisch für die gegenwärtige Bilderflut ist ihre Vielfältigkeit und das kurzweilige Aufleben von Trends. Unser Bilddenken ist einem pausenlosen Angriff ausgesetzt. Der daraus resultierende „Krieg der Bilder“, der ein hohes Maß an technischen Möglichkeiten mit sich bringt, ist Grundlage meiner bildnerischen Diskussion. Die Diskussion voran zu treiben und neue Bildwelten zu erschließen, spiegelt sich in meiner prozessorientierten Arbeitsweise wieder. Arbeiten auf mehreren Ebenen, Materialstrukturen, sowie matte und glänzende Stellen werden gestalterisch eingesetzt und wiederholt ausgelotet. Dieses prozessorientierte Bilddenken mischt sich mit authentischem Gestus und untersucht grundlegende Fragen zur Ästhetik: Was ist geschmacklos, hässlich oder schön? Was ist Kitsch, ist er verwerflich oder allgegenwärtig? Was sind „No-Gos“, darf es sie geben?

Referenzen aus Kunstgeschichte und Popkultur fließen mit ein und spiegeln oft eine provokante Grundhaltung gegenüber etablierten Bewertungsmaßstäben wieder. Dem Drang Grenzen zu sprengen, geht ein Zustand äußerster Irritation über das gegenwärtige Bildgebaren voraus. Ziel ist es jede Art einer noch so flüchtigen, ästhetischen Konvention zu durchbrechen und subjektive Wahrnehmungen zu schützen.

Am Ende bleibt das Resultat eines Prozess, der Malerei in ihre Grundelemente aufschlüsselt, ihr dennoch treu bleibt und sich immer an der Qualität malerischer Darstellungsmöglichkeiten orientiert.

Andreas Lech