Künstler

Günter Malchow

„P 6/2“, 2017,
Acryl und Edding aus Bütten

„P 23/9“, 2017,
Acryl und Edding aus Bütten, 594 x 420 cm

„M 21-8“, 2014,
Acryl auf MDF, 90 x 120 cm

„A 11-11“, 2014,
Acryl auf Aludibond, 125 x 84,5 cm

„P 3/-6“, 2017,
Acryl und Edding aus Bütten, 594 x 420 cm

Arbeitsweise

Günter Malchow gelangt über eine Bildsprache der Farbflächengeometrie mit Akzentuierung der Farbmaterie zu schmalen Farbstreifen, betont deckend oder lasierend aufgetragen. Nach einem jeweils vorher geplantem Konzept werden Farben und geometrische Formen auf der Bildfläche geordnet. Seinem Streben nach Gleichgewicht müssen sich Form und Farbe unterordnen. Innere Spannungen werden ausgeglichen.

Die auf den ersten Blick einfach erscheinenden horizontal und vertikal verlaufenden Liniensysteme steigern sich gegenseitig zu einem komplex verlaufenden System. Bauen – und nicht Abbilden oder Verdinglichen – befreit die Form von jeglicher Ideologie. Künstlerische Mittel stehen im Vordergrund der Inhaltlichkeit, die nah an unendliche Räume heranrückt. Farbe, breite und schmale Liniensysteme transportieren als Sinnträger komplentative Vorstellungen und weisen auf Wandelbarkeit von Ordnung und Struktur. Die Zeit des Wirkens und Wandels – ein unendlicher Prozess – geht weiter.

Vertikale und Horizontale, Linien und Streifen, Geometrie und Farbverhältnisse, aufwändige Malvorgänge mit Angleichung zwischen Flächenverständnis und Raumerfahrung – seine Formensprache, die zwischen Farbfeldmalerei und Konstruktivismus eine ganz eigene Position markiert, ist im Bildgerüst klar und rational, in der Farbgebung auch emotional. Seine Werke wiederholen nachvollziehbare Strukturen wie Stehen und Fluchten, Tragen und Lasten. Sie scheinen in ihren Richtungsverläufen geradezu grenzenlos und ringen um die dritte Dimension. Tatsächlich vermitteln die Arbeiten ein über die Flächenkunst weit hinausreichendes Raumgefühl und schaffen so eine spannungsvolle Korrespondenz mit der Wirklichkeit.