Künstler

Manfred E. Plathe

„high ernergy“, 2019,
Acryl-Aerosol auf Leinwand, 50 cm x 40 cm

„the-impossibility-of-simultaneous“, 2019,
Acryl-Aerosol-Lack auf Leinwand, 200 cm x 120 cm

„Back To Town i“, 2019,
Acryl-Aerosol auf Leinwand, 120 cm x 100 cm

Arbeitsweise

Plathe zeigt einige Beispiele aus einer Werkphase, die häufig durch die Leitmotive des „Walking Man“ und des „Platzhirsch“ geprägt ist, die in gewisser Weise als „alter ego“ fungieren und damit auf die stark autobiografische und selbstironische Auseinandersetzung mit sich selbst verweisen.

Die häufig verwendete Figur des „Walking Man“ hat nicht nur eine ganze Werkphase geprägt, auch der Künstler selbst ist auf seinem Weg niemals stehen geblieben und hat immer wieder radikale Richtungswechsel vollzogen. Von den Erdfarben früher Arbeiten aus den 90ern, bis hin zu den durch Neon-Farben geprägten aktuellen Werken. Von der abstrakten Bildsprache des Informel, bis hin zum Einsatz innovativer Techniken aus der Street- und Urban-Art.

„Ich sauge alles in meiner Umgebung auf, mich interessiert das Spannungsverhältnis zwischen meinem Umfeld, meinem eigenen Lebensentwurf und meinem Lebensstil“.

Anregungen für seine Bildideen findet er sowohl im persönlichen, als auch im medialen Umfeld. Daraus entwickelt er „Collagen“ im Kontext einer klassischen abstrakten Malerei, die, durch den Einsatz von Stilmitteln und Zitaten aus Urban-Art, Street-Art, Graffiti, Pop-Art, Club-Culture und Werbung, sich zu etwas Neuem zusammenfügen. Auch ist der Einsatz von Neon-Farben und Aerosolen inzwischen zu einem Charakteristikum seiner Malerei geworden.

In seinen neuesten Arbeiten wendet sich Plathe wieder der reinen Abstraktion zu. Er zeigt farbintensive Werke, die an urbane Stadtstrukturen und deren nächtliche Energie erinnern, und er verweist damit auf das Thema der Ausstellung: BACK TO TOWN.

Text teilweise zitiert aus einem Künstlerportrait mit der Kulturjournalistin und Autorin Usch Kiausch