Künstler

Martin Conrad

„Felder 2“, 2015,
76 cm x 55 cm

„Felder Umschrittenwerden 6“, 2017,
125 cm x 100 cm

„Orte und Geister 1“, 2014,
56 cm x 76 cm

„Orte und Geister 3“, 2014,
56 cm x 76 cm

„Cherubinische Pfade 5“, 2014-2015,
70 cm x 95 cm

„Weg um den Inneren Hof“, 2013-2014,
89 cm x 89 cm

Arbeitsweise

Meine künstlerische Haltung hat mit der Idee der Transformation zu tun. Nicht das Interesse für Bilder, die das unmittelbar Sichtbare wiedergeben, sondern was vom Sichtbaren später übrig bleibt, wenn das ursprüngliche Erlebnis vergangen ist, die Eindrücke in das Gedächtnis überführt, in das eigene Unbewußte absinken und lebendig verborgen ruhen.

In meinen Bildern arbeite ich mit der Geologie des Bildkörpers, überblende abstrakte Bildebenen mit zeichnerischen Notationen. Das Archiv der Zeichnung stammt aus unterschiedlichen Bereichen der Biologie, Archäologie, sowie alltäglichen Beobachtungen.

Die unmittelbare Gegenwart der Farbe als vorsprachliche Empfindung verknüpft mit dem Lesen der Zeichnungsfragmente sollen die eigene Assoziationsfähigkeit anregen mittels Imagination in der Erinnerung gespeicherte Bilder wachzurufen. In die Bildwelten mischen sich persönliches und kollektives Gedächtnis der Archetypen. Den Bildern wohnt keine vorbestimmte Bedeutung inne, vielmehr appellieren sie an das eigenverantwortliche Begreifen.

Die künstlerische Tätigkeit umfasst nicht nur großformatige Bilder, Papierarbeiten, Aquarelle und Zeichnungen auch Projekte im architektonischen Kontext sind Teil eines über Jahre geführten breitangelegten Malerei-Zeichnung Diskurses. Wobei das Werk nicht als geschlossene Einheit zu begreifen ist, sondern als eine offene und fortschreitende Konstellation und damit auch als Material für die nächste Konfiguration.

Martin Conrad