Künstler

Susana Reberdito

Arbeitsweise

Radikale Reduktion der gestalterischen Mittel und der bildnerischen Formensprache zur Erlangung maximaler ästhetischer Wirkung

Die knappe Formel führt zum Kern des bildnerischen Werkschaffens der Susana Reberdito. Der erste Eindruck der Begegnung mit den Gemälden der Künstlerin evoziert ein bewegtes Farb-Form-Erleben und gibt den Impuls zur Eröffnung eines weiten Feldes subjektiver Assoziationen.

Beginnt man aber darüber zu reflektieren, worin sich das begründet, dann macht man die erstaunliche Entdeckung, dass die Künstlerin keinen aufwendigen Formenapparat verwendet, sondern sich streng auf eine prägnante Sprache konzentriert und auch im Einsatz der Farben trotz deren Wirkungsmacht damit durchdacht und reduziert umgeht und auch hier auf Sparsamkeit in ihrem Einsatz setzt.

(…) Die einzige Absicht der Susana Reberdito ist die bildnerische Gegenwart der Farbe in der Absicht, ihre Farbtonalität zu einem optischen Spiel zu modulieren und – nicht weniger entscheidend – ihre emotionale Wirkung zur Geltung zu bringen.

(…) Immer wieder wird erkennbar, dass es in den Werken nicht um die Abbildung der Wirklichkeit geht. Viel mehr beabsichtigt Susana Reberdito, ein bildnerisches Konstrukt zu schaffen, das den Betrachter ob der Vielfalt, die mit so wenigen gestalterischen Mitteln erreicht wird, immer wieder verblüfft und zugleich zu einem reichen Spektrum ganz individueller und subjektiver Erfahrungen unserer Welt einlädt.

Dr. Hans-Jürgen Buderer, Kunsthistoriker, Mannheim, April 2017